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Heizölpreis beendet Höhenflug – starker Euro verbilligt Ölimporte

Grafik zu steigender Eurokurs

Nach dem Höhenflug der letzten Tage geht es beim Heizölpreis nun wieder abwärts. Maßgeblich sind Abschläge beim Rohöl- sowie beim Gasölpreis. Auch der starke Euro spielt der günstigen Preisentwicklung in die Karten. Der Wintereinbrauch sorgt unterdessen für eine rege Nachfrage beim Handel. Verbraucher müssen mit längeren Lieferzeiten rechnen.

Die aktuelle Marktentwicklung

Heizöl verbilligt sich im Vergleich zu gestern um etwa 1,3 Cent auf nun 56,5 Euro pro Hundert Liter. Die Tendenz der Heizölpreise geht aktuell nach unten. Ein Blick auf die Preisentwicklung der letzten 2 Wochen macht es deutlich. Zum Vergleich: Am 03 Januar diesen Jahres mussten Verbraucher noch knapp 61 Cent für den Liter Heizöl EL zahlen. Beim Rohölpreis gibt es am heutigen Donnerstag keine großen Änderungen. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostet am 19.01.2017 51,60 USD. Das Barrel Brent Crude gibt es für 51,30 Euro. Der Euro setzt seinen Höhenflug der letzten Tage fort. Für einen Euro werden 1,0640 Dollar fällig.

Die Börsendaten vom 19.01.2017

  • Heizölpreis: 56,50 Euro pro Hundert Liter (Sorte EL, Abnahmemenge 3000 Liter)
  • Rohölpreis WTI 51,60 USD
  • Rohölpreis Brent 51,30 Euro
  • Euro/US Dollar: ca. 1,064
  • 2-Wochen-Prognose Rohöl: seitwärts
  • 2-Wochen-Prognose Heizöl: seitwärts bis leicht fallend

Geringere OPEC-Förderquoten zeigen keine Wirkung

Schon seit einigen Monaten ist die Drosselung der Fördermengen durch die OPEC Staaten Thema. Spürbare Veränderungen der Ölpreise sind auf dem Weltmarkt jedoch nicht zu erkennen. Zwar haben die OPEC Länder die vereinbarte Drosselung umgesetzt. Diese zeigt offenbar jedoch nur wenig Wirkung. Denn andere Länder halten sich nicht oder nur eingeschränkt an die Vereinbarung, sondern fördern nach wie vor auf hohem Niveau. In den USA ist die Menge sogar leicht angestiegen (+ 9,22 Millionen Barrel pro Tag). Zusätzliche aktive Förderanlagen dürften in den nächsten Monaten die US-Lagerbestände nochmals anheben. Die Saudis haben mittlerweile ihre Förderleistung auf unter 10 Millionen Barrel pro Tag verringert. Russland hingegen nur um 133.000. Das sind nur 1/3 der vereinbarten Menge zur Drosselung. Aus Saudi-Arabien kamen vor wenigen Tagen neue Einschätzungen zur Entwicklung der Rohölpreise am Weltmarkt. So gehe man dort davon aus, das sich Nachfrage und Produktion in nächster Zeit ausgleichen werde. Venezuela hatte erst vor kurzem ein Ziel von 70 Dollar je Barrel als Ziel in den Raum geworfen. Dieser Preis gilt jedoch als wenig realistisch.

Unsere Empfehlung für die nächsten Tage

Lohnt sich das Füllen der Tanks, oder ist abwarten angesagt? Generell werden in diesem Monat keine weiteren großartigen Bewegungen im Ölmarkt erwartet. Der Preis wird in der bisherigen Range verlaufen. Ein Anstieg über die 60 Cent Marke hinaus gilt aktuell als unwahrscheinlich. Somit ist für die Bevorratung keine Hektik angesagt. Eine ständige Beobachtung der Heizölpreise ist jedoch immer ratsam. Denn unvorhergesehene Dinge können den Preisverlauf bei börsennotierten Produkten wie Öl abrupt ändern. Der Euro steht für die künftige Preisentwicklung weiter im Blickpunkt. Legt er wie bisher gegenüber dem Dollar weiter zu, kann dies für weitere Abschläge sorgen.

Tipp der Redaktion

Wer jetzt nachbestellen muss weil die Vorräte zur Neige gehen, sollte rasch handeln. Denn der Wintereinbrauch sorgt für eine starke Nachfrage beim Handel. Dies führt zu längeren Lieferfristen. Nutzen Sie unseren Preisvergleich, um Geld beim Heizölkauf zu sparen.

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