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Heizöl

Der traditionelle und bewährte Brennstoff wird bei der Wärmeerzeugung auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Moderne Ölheizungen zeichnen sich durch hohe Energieeffizienz aus, und ermöglichen erhebliche Kosteneinsparungen. Der folgende Beitrag bietet hilfreiche und gut verständliche Informationen zum Thema Heizöl.

Qualitätsanforderungen und Normen

Um qualitative Mindeststandards sowie einen störungsfreien Betrieb der Heizanlage zu ermöglichen, unterliegt auch Heizöl einer so genannten DIN-Norm. Die Qualitätsanforderungen bestimmen u.a. den maximal zulässigen Schwefelanteil, die Lagerstabilität, den Grenzwert für die Menge an thermischem Sediment (maximal 140 mg/kg) sowie den Bioethanol-Anteil von Bioheizöl. Bauteile von Ölheizungen orientieren sich ebenfalls an der DIN-Norm, und erhalten bei Einhaltung eine entsprechende Freigabe. Die Qualitätsanforderungen sind in DIN 51603 enthalten. In Teil 1 dieser Vorschrift (DIN 51603-1) werden die für die Gebäudeheizung zugelassenen Heizölarten beschrieben. Die Anforderungen für Bioheizöl ergeben sich aus der DIN SPEC 51603-6.

Heizölsorten

Grafik zu den verschiedenen Sorten von Heizöl

Heizöle werden nach zunehmender Dichte, ihrem Asche- und Schwefelanteil sowie nach ihrem Kohlenstoff-Wasserstoff-Verhältnis unterschieden. Seit Anfang 2009 gilt die Sorte „EL schwefelarm“ als flächendeckender Standard in Deutschland. Schwefelarmes Heizöl wurde mit Blick auf neue Brennertechnologien (z. B. Oberflächenbrenner) und die Öl-Brennwerttechnik entwickelt, lässt sich aber auch bei anderen Ölheizungen verwenden. Laut Herstellerangaben kann in allen ab Juli 2005 hergestellten Ölheizungen auch schwefelarme Sorten verwendet werden. Die Anforderungen an Bioheizöl („EL A Bio“) wurden in der DIN-Vorschrift SPEC 51603-6 zusammengefasst. Bioheizöl muss über eine mindestens dreiprozentige Beimischung von Bioöl verfügen, das aus nachwachsenden Rohstoffen und sonstigen alternativen Bestandteilen erzeugt wird. Mehr zu den einzelnen Heizölsorten

Herstellung

Heizöl ist eine Mischung („Blend“) aus Kerosin, Gasölbestandteilen und (im Milligrammbereich je Kilogramm liegenden) Additiven. Bei schwefelarmem HEL erfolgt zusätzlich eine Entschwefelung. Bioheizöl wird aus einem Gemisch aus schwefelarmem Heizöl und Fettsäuremethylester (FAME) hergestellt. Der Bio-Bestandteil besteht aus Pflanzenöl (Raps-, Sonnenblumen- oder Sojaöl und Methanol) oder aus tierischen Fetten. Für europäisches Bioheizöl wird vorrangig Raps eingesetzt, dessen Samen einen Öl-Gehalt zwischen 40 und 45 Prozent aufweist. Markenprodukte unterscheiden sich zudem durch verschiedene Additive, welche die Hersteller beifügen, um gewünschte Qualitäten zu erzeugen. In Raffinerien werden bei der Produktion Grundadditive beigefügt, welche die Herstellung und den Transport zu erleichtern. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine rote Einfärbung, welche eine Unterscheidung von Diesel ermöglicht. Die Premiumqualitäten HEL, HEL schwefelarm und EL A Bio erhalten meist unmittelbar vor der Tankbefüllung ein Additivpaket, das u. a. der Unterbindung von Rußbelägen innerhalb des Kessels, der Verbesserung der thermischen Stabilität, der Langzeitlagerverhaltens und der Geruchsüberdeckung dient. Die Heizölsorten L und M werden meist aus Teerölen gewonnen. „Heizöl schwer“ besteht überwiegend aus Rückständen.

Ölheizungstechnik

Grafik zu den verschiedenen Techniken der Ölheizung

Standardtechnik

Bei Ölheizungen mit Standardtechnik werden Heizkessel betrieben, die mit einer konstanten Temperatur arbeiten. Da hier keine Anpassung der Temperatur an die jeweilige Jahreszeit möglich ist, benötigen diese Kessel sehr viel Energie. Die Standardtechnik gilt aufgrund des hohen Verbrauchs inzwischen als veraltet, und kommt deshalb in den heute hergestellten Heizkesseln nicht mehr zum Einsatz.

Niedertemperaturheizungen

Niedertemperaturheizungen, die seit Anfang der 1980er Jahre im Einsatz sind, weisen eine veränderliche Kesselwassertemperatur auf: Bei kalten Außentemperaturen erhöht der Kessel automatisch die Heizleistung, während diese bei steigenden Außentemperaturen abgesenkt wird. Allerdings ermöglichen Niedertemperatursysteme aufgrund der zwischen 120 und 180 °C heißen Abgase nur Nutzungsgrade von etwa 87 Prozent. Niedertemperaturkessel sind technisch überholt, da heute deutlich effizientere Heizungstechnologien zur Verfügung stehen.

Brennwerttechnik – der moderne Öl-Heizungsstandard

Als moderner Heizungsstandard gilt die technisch ausgereifte Öl-Brennwerttechnik, die Nutzungsgrade von nahezu 100 Prozent aufweist. Gegenüber älteren, mit konstanten Temperaturen arbeitenden Heizungssystemen sparen Öl-Brennwertkessel bis zu 30 Prozent Energie ein, indem sie über die Verbrennungswärme hinaus auch die Abgaswärme und die Kondensationswärme des freiwerdenden Wasserdampfes zu Heizungszwecken nutzen. Wer also bisher jährlich 4.500 Liter Heizungsöl benötigte, der kann mit einer neuen modernen Öl-Brennwertheizung etwa 1.350 Liter einsparen. Gegenüber Niedertemperaturkesseln ergibt sich eine immerhin zehnprozentige Heizenergiereduzierung.

Vorteile von Heizöl als Brennstoff

Durch ständige technische Fortentwicklung wurden Ölheizungen zu einem energieeffizienten und schadstoffarmen Heizungssystem entwickelt. Die Kombinierbarkeit mit erneuerbaren Energien sowie die Nutzung von Bioheizöl reduzieren den Primärenergieverbrauch und schonen die Umwelt.

Sichere Energieversorgung

  • Der im Heizöltank befindliche Brennstoffvorrat, der meist über eine Heizperiode hinausreicht, schafft Unabhängigkeit von kurzfristigen Preisschwankungen und Versorgungsengpässen.
  • Für Versorgungssicherheit sorgt auch die weltweit gut ausgebaute Infrastruktur, die einen alternativen Transport des Brennstoffs durch Tankwagen, Bahn, Pipeline oder Schiff sicherstellt.
  • Die Verteilung des Ölimportes nach Deutschland aus über dreißig Staaten sorgt für Unabhängigkeit von einzelnen Ölförderländern.
  • Darüber hinaus verfügt der deutsche Erdölbevorratungsverband EBV über Heizölreserven, die den deutschen Verbrauch mindestens eines Vierteljahres abdecken.
  • Die weltweit bekannten Erdölreserven umfassen derzeit weit mehr als 600 Milliarden Tonnen. Die fortschreitende Erdöl-Explorations- und Fördertechnik ermöglichte in den letzten Jahren die Erforschung und Erschließung immer neuer Erdöllagerstätten.

Kombinierbarkeit mit erneuerbaren Energien

  • Ölheizungen eignen sich perfekt zur Kombination mit erneuerbaren Energien, wie z.B. Solarthermie, Erdwärme oder Holz. Die Berücksichtigung eines 10-prozentigen Bioheizöl-Anteils sorgt für eine zusätzlich umweltfreundliche Ölheizung.
  • Eine Solarthermie-Anlage deckt in den Sommermonaten den gesamten Energiebedarf bei der Warmwasserbereitung. Während der Heizungsperiode wird die Ölheizung durch eine Solaranlage unterstützt, so dass sich der Heizölbedarf entsprechend reduziert.
  • Ein mit dem nachwachsenden Energieträger Holz beheizter Kaminofen sorgt für die Beheizung mehrerer Räume und damit für eine weitere Entlastung der Öl-Brennwertheizung.

Unabhängigkeit

  • Ein eigener Tank ermöglicht es jedem Ölheizungsbesitzer, Liefermengen und Liefertermine frei zu bestimmen und günstige Preisgelegenheiten für den Ölkauf zu nutzen. Hochpreisphasen lassen sich damit besser überbrücken.
  • Ein wichtiger Preisvorteil der Ölheizung gegenüber einer leitungsgebundenen Gasheizung besteht darin, dass keine Grundgebühren anfallen. Bei einer Gasheizung entstehen diese Kosten auch in Zeiträumen, in denen keinerlei Heizungsbedarf besteht.

Öl-Brennwerttechnik schont Budget und Umwelt

  • Durch die Installation moderner Öl-Brennwerttechnik, die Nutzungsgrade von bis zu 98 Prozent aufweist, lässt sich der Verbrauch um bis zu 30 Prozent senken – bei zusätzlicher Nutzung von Solartechnik beträgt die Energieeinsparung sogar 40 Prozent.
  • Meistens rechnet sich die Modernisierung einer vorhandenen Ölheizung aufgrund der überschaubaren Kosten deutlich besser als die Umstellung auf einen neuen Energieträger.
  • Zudem werden Heizungsmodernisierungen staatlich gefördert.
  • Heizungssanierungen werden durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau mit zehn Prozent der Investitionssumme bezuschusst. Alternativ stellt die KfW zinsgünstige Kredite bereit. Voraussetzung für die KfW-Unterstützung bei Modernisierungen ist eine bis 1995 erfolgte Gebäudeerstellung.
  • Zuschüsse stellt die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) u. a. für Solarthermieanlagen und Wärmepumpen bereit, falls das Gebäude bis einschließlich 2009 errichtet wurde.
  • Zudem können zwanzig Prozent (bis zu 1.200 Euro) der Handwerkerleistungen von der persönlichen Steuerschuld abgezogen werden.

Langlebig und umweltfreundlich

Die moderne Öl-Brennwerttechnik und das schwefelarme Heizöl schonen den Heizkessel und erhöhen die Lebensdauer der Heizungsanlage. Der Treibhauseffekt wird durch geringere Kohlendioxidemissionen und saurer Regen durch einen verminderten Schwefeldioxidausstoß erheblich reduziert.

Wertzuwachs und Platzersparnis

Nicht zuletzt sorgt eine moderne Öl-Brennwertheizung für eine Wertsteigerung der Immobilie und schafft außerdem durch ihre kompakte Bauweise zusätzlichen Raum, der anderweitig genutzt werden kann.

Lagerung von Heizöl

Grafik zur Lagerung von Heizöl

Die platzsparend konstruierten modernen Heizöltanks lassen sich über- oder unterirdisch installieren. Als „unterirdisch“ gilt ein Tank, der sich ganz oder teilweise im Erdreich befindet. „Oberirdisch“ sind Tanks, die im Freien oder innerhalb von Räumen aufgestellt werden. Für Öltanks gilt das Prinzip der doppelten Sicherheit: Einwandige oberirdische Tankanlagen werden auf einem ölundurchlässigen Auffangraum montiert. Alternativ stehen oberirdische Doppelwand-Tanks zur Verfügung, die wegen ihrer zusätzlichen Kunststoff- oder Stahlblechummantelung keinen Auffangraum benötigen. Unterirdisch angebrachte Öltanks, die zusätzlich eine Lecküberwachung besitzen, sind stets doppelwandig und bestehen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen oder Stahl. Zu Reinigungs- und Wartungszwecken sind die unterirdischen Tanks mit einer Einstiegsöffnung versehen. Bei einem Neubau stellt ein unterirdischer Öltank (wegen des ohnehin erforderlichen Erdaushubs) eine kostengünstige und platzsparende Lösung dar.

Mögliche Tankinstallationen

  • Eine kostengünstige Tanklösung bei Neuinstallationen und Modernisierung bilden die in Standardgrößen gefertigten Batterietanks, die auch zu größeren Tankeinheiten verbunden werden können.
  • Für eine optimierte Raumausnutzung sorgen standortgefertigte Tankanlagen. Bei großem Heizöllagerbedarf erweisen sich standortgefertigte Tanks meist als günstigste Lösung. Für größtmögliche Sicherheit sorgen Doppelwand-Konstruktionen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen oder aus Stahlwänden.
  • Meist nur bei einem Neubau (vor Anbringung der Kellerdecke) lassen sich aufgrund großer Abmessungen (ein- oder zweiwandige) zylindrische Öl-Stahltanks montieren.

Worauf achten beim Heizölkauf?

Wer Heizöl günstig bestellen möchte, sollte einige Dinge beachten. Sehr wichtig beim Heizölkauf ist der Literpreis am Tag der Bestellung. Da meist der Vorrat für die gesamte Heizperiode bestellt wird, ist der jeweilige Tagespreis entscheidend für die Kosten der kommenden Heizperiode. So lohnt es sich in jedem Fall, vorab die Preise verschiedener Händler miteinander zu vergleichen. Auch bei der Bestellung sowie der Lieferung können weitere Einsparpotentiale genutzt werden. Weitere Infos dazu bieten die beiden nachfolgenden Links.

Geld sparen als Ölheizer

Der Brennstoff Heizöl ist in den letzten Jahren teurer geworden. Dennoch ist möglich, durch Beachtung einiger Tipps sowie Änderungen bestimmter Gewohnheiten damit günstig zu heizen. Bereits bei der Bestellung sowie der Lieferung lassen sich einige Cent pro Liter einsparen. Weitere Einsparpotentiale ergeben sich durch richtiges Heizen und Lüften, eine regelmäßige Wartung sowie eine technische Optimierung der Heizanlage.

Welche Vorteile bietet der Kauf im Internet?

Mit einem Preisvergleich im Internet erhält man neben einer aktuellen Preisauskunft das günstigste verfügbare Angebot, und kann so vom Wettbewerb der Händler profitieren. Neben günstigeren Preisen profitiert der Käufer bei der Internetbestellung von einem komfortablen und zeitsparenden Bestellvorgang. Ein weiteres Argument ist der Sicherheitsaspekt. In unserem Preisvergleich erscheinen lediglich geprüfte Heizölhändler, also Händler die seriös und gewissenhaft arbeiten. Durch die Möglichkeit zum Ratenkauf kann die Zahlung der Rechnung auf 12 Monate verteilt werden.

Besteuerung von Heizöl

Auf Heizöl wird Energiesteuer und zusätzlich die 19-prozentige Mehrwertsteuer erhoben. Mit dem am 1. August 2006 in Kraft getretenen Energiesteuergesetz (EnergieStG), das die Besteuerung fossiler, nachwachsender und synthetischer Energieträger regelt, wurde die frühere Mineralölsteuer durch eine Energiesteuer abgelöst. Letztere beträgt für die Sorte HEL 76,35 Euro je cbm (7,64 Cent je Liter) und für schwefelarmes HEL 61,35/cbm (6,14 Cent je Liter). Die Erdölbevorratungsumlage ist mit etwa 0,5 Cent je Liter enthalten. Dieselkraftstoff wird mit 470,40 Euro/cbm besteuert. Das Betreiben von Kraftfahrzeugen mit Heizöl wird daher als Steuerhinterziehung geahndet. Die Betankung eines Kraftfahrzeuges verstößt außerdem gegen die Kfz-Zulassung und führt zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.

Preisfaktoren

Grafik zu den wichtigsten Preisfaktoren

Auf den Heizölpreis haben verschiedenste Faktoren Einfluss. Ein sehr wichtiger ist der Marktpreis von Gasöl, einem Vorprodukt von Diesel und Heizöl. Angebot und Nachfrage auf dem Gasöl- und Heizölmarkt beeinflussen den Preis maßgeblich. Die Witterungsverhältnisse und das Kaufverhalten der Konsumenten spielen hierbei eine wichtige Rolle. Auch die Währungskursentwicklung zwischen Euro und US-Dollar hat große Bedeutung, da Ölprodukte weltweit in US-Dollar gehandelt werden. Ferner fließen die Transportkosten für Ölprodukte sowie Herstellungs- und Handelskosten in den Preis ein. Nicht zuletzt sind Energiesteuer und Mehrwertsteuer sowie die Umlage zur Finanzierung der Erdölbevorratung in Deutschland („strategische Ölreserve“ nach dem Erdölbevorratungsgesetz) im Heizölpreis enthalten. Für die Entwicklung sind weniger saisonale Schwankungen als vielmehr aktuelle Marktereignisse und langfristige Trends von Bedeutung. Mehr zu den Preisfaktoren