Finden Sie den günstigsten Händler

Wann ist der beste Zeitpunkt um Heizöl zu kaufen?

Ob starker Eurokurs, Abwärtstrend oder Flaute beim Handel – wer zum richtigen Zeitpunkt bestellt, spart viel Geld. Doch wann sollte man am besten Heizöl kaufen? Wir erläutern anhand einiger einfacher Zusammenhänge, wann der Zeitpunkt günstig ist und wann nicht.

Geringe Nachfrage beim Handel

Der einfache Zusammenhang, dass Heizöl im Sommer günstiger ist als im Winter, gilt heute nicht mehr. Doch ganz außer Acht lassen sollte man jahreszeitliche Schwankungen dennoch nicht. Da der Brennstoff ein börsengehandeltes Produkt ist, gilt die einfache Regel: eine hohe (geringe) Nachfrage führt zu einem höheren (niedrigeren) Preis. Gehen also viele Bestellungen beim Handel ein, muss sich dieser wiederum selbst eine größere Menge beschaffen. Gehen an den Heizölbörsen viele Bestellungen der Händler ein, steigen dort die Notierungen. Im Ergebnis ist es sinnvoll, Heizöl außerhalb des großen Run – dieser ist üblicherweise im Frühherbst – zu kaufen. Der richtige Zeitpunkt muss jedoch nicht unbedingt im Sommer sein. In den letzten Jahren haben sich der Spätherbst – die meisten Haushalte haben sich dann bereits eingedeckt – sowie die Monate März und April als günstige Kaufgelegenheit erwiesen.

Starker Euro

Bestimmte Faktoren wie z.B. der Rohölpreis, der Gasölpreis oder das Wechselkursverhältnis aus Euro und Dollar haben einen starken Einfluss auf die Preisbildung. So führt z.B. eine länger andauernde Stärke des Euro gegenüber dem Dollar zu günstigeren Importpreisen, was wiederum Heizöl hierzulande verbilligt.

Fallender Rohölpreis

Auch ein fallender Ölpreis vergünstigt den Brennstoff für deutsche Verbraucher. Hier besteht sogar ein unmittelbarer zeitlicher Zusammenhang, da sich Veränderungen des Ölpreises an den Rohstoffmärkten bereits in den Folgetagen auf den Heizölpreis auswirken. Wer die Veränderungen der genannten Faktoren verfolgt, kann möglicherweise Rückschlüsse auf eine zukünftige Preisentwicklung ziehen.

Abwärtstrend der Preiskurve

The Trend is your Friend – diese Regel gilt nicht nur für Aktienkurse. Auch Heizöl wird an der Börse gehandelt, bevor es letztlich im Tank des Verbrauchers landet. Die Preisentwicklung verläuft häufig anhand von Trends. Bei einem Trend handelt es sich um eine längerfristige tendenzielle Preisentwicklung in eine bestimmte Richtung. Hierbei wird die eigentliche Aufwärts- oder Abwärtsbewegung noch durch den Einfluss des Börsengeschehens verstärkt. Wer als Heizölkäufer zum Spekulieren neigt, kann sich einen Trend zu Nutze machen, indem bei einem Abwärtstrend der Zeitpunkt des Kaufs weiter hinauszögert wird. Wichtig ist hierbei, das Ende eines Trends zu erkennen. Denn wer zu lange wartet, zahlt drauf.

Gasöl-Futures werden günstiger

Sinken die Preise für Gasöl-Futures an den Handelsbörsen, gehen die Marktteilnehmer von fallenden Preisen in der Zukunft aus. Der börsennotierte Gasölpreis als wichtigster Einflussfaktor wirkt sich direkt und sehr kurzfristig auf den Heizölpreis aus. Da die Futurekontrakte bei Gasöl in monatlichen Abständen auslaufen, lassen sich so Rückschlüsse auf die Preisentwicklung der nächsten Tage und Wochen ziehen. Mehr zum Thema Gasölfuture als Preisfaktor

Politische Unruhen verteuern Heizöl

Politische Unruhen in für die Ölförderung wichtigen Ländern (z.B. Irak, Libyen, Jemen) führen häufig zu sehr abrupten Preissteigerungen. Denn selbst nur theoretisch mögliche Versorgungsengpässe schlagen sich sofort in Form einer Risikoprämie an den Handelsbörsen nieder. In der Folge steigen die Heizölpreise hierzulande häufig um mehrere Cent pro Liter an. Meist dauern diese Preisschwankungen nur wenige Tage oder Wochen an. Heizölbestellungen sollten während dieser Zeit möglichst vermieden werden.

Sammelbestellung nutzen?

Natürlich lässt sich mit einer gemeinsamen Bestellung Geld sparen, denn im Optimalfall erhält man durch die Sammelbestellung einen niedrigeren Heizölpreis. Doch ob der Preis tatsächlich günstiger ist als bei einer Einzelbestellung, hängt von der bestellten Menge ab. Liegt die eigene Bestellmenge über der Durchschnittsenge aller Teilnehmer, zahlt man drauf, da man den Preis der anderen mit subventioniert. Bestellt man eine Menge die unterhalb der Durchschnittsmenge liegt, profitiert man i.d. Regel, da durch die anderen Teilnehmer der Preis insgesamt günstiger wird.

Rechtzeitig bestellen

Wer nur noch für vier bis sechs Wochen Heizöl im Tank hat, sollte mit der Bestellung nicht mehr länger warten. Dieser Zusammenhang ist eigentlich selbsterklärend. Wir erwähnen ihn trotzdem, um auch hier auf Einsparpotentiale hinzuweisen. Da ohnehin der gerade aktuelle Preis gezahlt werden muss, geht es darum, zusätzliche Kosten zu vermeiden. Wer auf den letzten Drücker bestellt, zahlt häufig drauf, da für Eilbestellungen ein Aufschlag fällig wird. Ist der Heizölpreis gerade unattraktiv, sollte hier nur eine kleinere Teilmenge bestellt werden. So hält man sich die Möglichkeit offen, die eigentliche Tankbefüllung zu einem günstigeren Zeitpunkt durchzuführen.